Soziales
Malteser fordern mehr Bundesmittel für Freiwilligendienst
Köln (epd). Die Malteser Hilfsdienste mahnen eine Erhöhung der Bundesmittel für den Bundesfreiwilligendienst an. "Wir benötigen dringend einen Ausgleich für die rasante Kostensteigerung, um die vorgeschriebene pädagogische Begleitung der Freiwilligen weiter leisten zu können", erklärte die Referatsleiterin Freiwilligendienste bei den Maltesern, Sabine Ulonska, in Köln. Seit dem Start des Bundesfreiwilligendienstes vor sieben Jahren seien die Kosten für die jährlich 1.000 Freiwilligen der Malteser um 23 Prozent gestiegen. Der Bund habe seinen Zuschuss für die pädagogische Betreuung in dieser Zeit aber nicht angepasst.

Ohne eine Erhöhung des Zuschusses seien die Freiwilligendienste in der heutigen Qualität kaum aufrecht zu erhalten, warnte Ulonska. Sie betonte die Bedeutung des Bundesfreiwilligendienstes. Die Freiwilligen setzten sich für kranke, pflegebedürftige, einsame oder geflüchtete Menschen ein.

Der Bundesfreiwilligendienst wurde 2011 eingeführt, als mit der Aussetzung der Wehrpflicht auch der Zivildienst wegfiel. Freiwillige engagieren sich in der Regel ein Jahr lang im sozialen, ökologischen oder kulturellen Bereich. Sie erhalten dafür ein Taschengeld, gegebenenfalls Unterstützung zur Verpflegung und Unterkunft und nehmen an Bildungsangeboten teil. Anders als beim Freiwilligen Sozialen Jahr können auch über 27-Jährige einen Bundesfreiwilligendienst machen.