Soziales
LWL-Direktor gegen Schließung von Förderschulen
Paderborn, Münster (epd). Der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Matthias Löb, hat sich gegen die Schließung von weiteren Förderschulen ausgesprochen. Stattdessen solle genau hingeschaut werden, "ob die Entwicklungen der letzten Jahre tatsächlich förderlich waren für Kinder mit Beeinträchtigungen", sagte Löb in Paderborn. Auch bei fortschreitender schulischer Inklusion von jungen Menschen mit Behinderung im gemeinsamen Unterricht mit gleichaltrigen Nicht-Behinderten würden Förderschulen ein wichtiger Förderort bleiben.

Es komme darauf an, für jedes Kind nach seinen individuellen Bedürfnissen den besten Förderort zu finden, sagte Löb weiter. "Bei der schulischen Inklusion geht es nicht ums Rechthaben, sondern darum, dass Kinder zu ihrem Recht kommen ", unterstrich Löb bei einem Festakt zum 175-jährigen Bestehen der Paderborner Pauline-Schule, der zweitältesten Förderschule des Verbandes. Bei allen Schullaufbahn-Entscheidungen und Angeboten müsse es darum gehen, den Kindern mit Behinderung zu ihrem Recht auf bestmögliche Bildung zu verhelfen.

Der Landschaftsverband betreibt als Kommunalverband 35 Förderschulen in der Region Westfalen-Lippe. Zudem ist er nach eigenen Angaben einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung.