Kirche
Kirchenkreis Dortmund bekommt Superintendentin
Dortmund (epd). Die Chefin der Deutschen Seemannsmission in Bremen, Heike Proske, wird Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund. Die Kreissynode des Kirchenkreises wählte die 56-Jährige Theologin am Freitagabend zur Nachfolgerin von Ulf Schlüter, der im Juni das Amt des Theologischen Vizepräsidenten der westfälischen Landeskirche übernimmt, wie der Kirchenkreis mitteilte. Proske setzte sich bei der Wahl mit 155 zu 58 Stimmen gegen den Dortmunder Pfarrer Ralf Greth durch. Zwei Stimmen waren den Angaben nach ungültig.

Die aus dem westfälischen Oelde stammende Proske ist seit 2009 leitende Theologin und Geschäftsführerin der Deutschen Seemannsmission mit Sitz in Bremen. Davor war sie acht Jahre lang als Seemannspastorin Leiterin der Station in Lomé (Togo) tätig.

Die künftige Dortmunder Superintendentin kennt die Revierstadt aus ihrer früheren Gemeindetätigkeit, wie es hieß. Nach dem Theologiestudium in Bethel, Tübingen, Heidelberg und Yaoundé in Kamerun absolvierte sie Anfang der 1990er Jahre in Dortmund ihr Vikariat und übernahm dort eine Pfarrstelle. Bis 2001 war sie zudem stellvertretende Superintendentin im damaligen kleineren Kirchenkreis Dortmund-Mitte. Privat habe sie sich ihre Vorliebe für den Dortmunder Fußball bewahrt, hieß es. Heike Proske ist verheiratet und Mutter zweier erwachsener Söhne.

Die künftige Superintendentin erklärte, sie freue sie sich auf die Zusammenarbeit mit den stellvertretenden Superintendenten sowie den Gemeinden, den Diensten und Referaten. Als größter Kirchenkreis in der Region trage der Kirchenkreis auch Verantwortung als Arbeitgeber mit mehr als 1.300 Mitarbeitenden in den 28 Gemeinden, in Kindertageseinrichtungen und Bildungseinrichtungen.

Wesentliches Anliegen von Proske sei die Weiterentwicklung des 2014 neu gebildeten Kirchenkreises mit einem eigenen, klar erkennbaren Profil, hieß es. Unter ihrer Leitung solle die Evangelische Kirche in Dortmund und Umgebung sich weiter gegen Rechtsextremismus in der Stadt engagieren und den interreligiösen Dialog fördern.