Kirche
Kirchen protestieren gegen Parteitag der AfD in Köln
Köln (epd). Kölner Kirchen unterstützen den Protest gegen den AfD-Parteitag am Wochenende in Köln. Bei der Kundgebung des Bündnisses "Köln stellt sich quer - kein Rassismus bei uns in Köln" am Samstag werden auch Vertreter der Kirchen sprechen, wie evangelische und katholische Kirchen am Mittwoch in Köln ankündigten. Zudem würden Kirchenvertreter während der Demonstration durch die Kölner Innenstadt ein Banner mit der Aufschrift "Unser Kreuz hat keine Haken" gut sichtbar tragen. An dem Protest beteiligten sich die in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) engagierten Gemeinden.

Der Kölner Stadtdechant, Monsignore Robert Kleine, erklärte: "Hass, Polarisierung und gegenseitige Abwertung als Mittel von Politik und gesellschaftlichem Diskurs lehnen wir entscheiden ab". Der christliche Glaube verpflichte zu Nächstenliebe, Toleranz und zu einem solidarischen Miteinander. Christen begegneten jedem Menschen mit Respekt vor seiner Würde. Wichtig sei, dass die Demonstration gegen den Parteitag gewaltfrei bleibe und ein positives Zeichen setze, betonte Kleine.

Der Kölner Stadtsuperintendent Rolf Domning erklärte, die Bibel rufe zur Nächstenliebe gegenüber Fremden auf. Christen engagierten sich gegen einen nationalstaatlichen Egoismus. Domning verwies dabei auf eine ungebrochene ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit in den Kirchengemeinden.

Die Vorsitzende des Katholikenausschusses der Stadt Köln, Hannelore Bartscherer, wies auf die Beteiligung der Gemeinden hin. Die Gemeinden seien in einem Brief gebeten worden, in den Gottesdiensten an dem Wochenende in den Fürbitten das Thema aufzunehmen. Am Wochenende kommt die AfD in Köln zu ihrem Bundesparteitag zusammen. Dagegen haben mehrere Gruppen Proteste angekündigt. Erwartet werden rund 50.000 Demonstranten.