Ethik
GLS Bank bleibt auf Wachstumskurs
Appell zum Engagement für Klimaschutz
Bochum (epd). Die GLS Bank ist weiterhin auf einem deutlichen Wachstumskurs. Die Bank habe ihre Strategie nachhaltig mit stabilen Kosten und einer soliden Ertragslage umsetzen können, erklärte Vorstandsmitglied Christina Opitz in Bochum bei der Jahresversammlung der GLS Gemeinschaft. Man habe viele neue Mitglieder gewinnen können. Insgesamt zählt die Bank 46.800 Mitglieder, das sind mehr als ein Prozent mehr als Ende Dezember 2016. Auch die Zahl der Kunden stieg um knapp ein Prozent auf 212.500.

Die Mitgliedschaftsanteile sind laut Opitz um 14 Prozent auf 310 Millionen Euro angestiegen, 40 Millionen Euro davon allein in den ersten fünf Monaten des Jahres 2017. Das sei ein Zeichen dafür, dass "die Menschen uns ihr Vertrauen geben und somit den Ausbau der sozial-ökologischen Kreditvergabe ermöglichen", erklärte Opitz. Die GLS Bank habe bereits in den ersten fünf Monaten diesen Jahres neun Prozent mehr Darlehen vergeben als zu Jahresbeginn. Mit einem Plus von zehn Prozent habe auch das Depotvolumen deutlich zugenommen, das die Marke von 850 Millionen Euro überschritten habe.

Das Eigenkapital wuchs um 9,7 Prozent auf 392 Millionen Euro. Die Bilanzsumme steigerte die Bank um 2,3 Prozent auf 4.704 Millionen Euro. Nach Angaben des Geldinstituts erhöhten sich die Kundeneinlagen seit Jahresanfang um 0,4 Prozent auf 3.918 Millionen Euro. Die Bank verstehe sich nach wie vor als Institut, bei dem Privatvermögen angelegt werden könne, sagte Opitz. Angesichts der allgemeinen Situation auf den Geldmärkten habe man aber für Anlagen von einer Million Euro und mehr einen Negativzins von 0,4 Prozent eingeführt.

Die gesamte Ertragslage der Bank ermögliche es, Kreditnachfragen der Kunden zu bedienen, erklärte Opitz weiter. Als einen weiteren Erfolg wertet das Vorstandsmitglied die Crowd-Plattform für nachhaltige Wachstumsunternehmen, bei der bereits das dritte Projekt habe zeichnen können. Insgesamt haben Anleger bereits mehr als eine Million Euro zur Verfügung gestellt.

Vorstandsprecher Thomas Jorberg forderte, dass für den Klimaschutz alles getan werden müsse, um den Wohlstand besser zu verteilen. Um die gesamte Gesellschaft zu erreichen, brauche es wegweisende Entscheidungen der Politik. Die GLS Bank fordere daher eine stärkere Besteuerung von Kapital und Kapitalerlösen, ein bedingungsloses Grundeinkommen, eine Abgabe auf Ausstoß von Kohlendioxid und Einsatz von Düngemitteln.