Soziales
Diakonie-Projekt bereitet Flüchtlingskinder auf Schule vor
Düsseldorf (epd). Die Diakonie in Düsseldorf will Flüchtlingskinder in Kitas auf den Schulbesuch vorbereiten. Das Modellprojekt "Fit für die Schule" ist zunächst in vier Diakonie-Kindertagesstätten in Düsseldorf gestartet und soll auf zwei weitere ausgedehnt werden, wie Projektkoordinatorin Linh Pham am Mittwoch erklärte. Das Angebot in den Düsseldorfer Stadtteilen Lichtenbroich, Hassels, Hellerhof und Gerresheim richtet sich zunächst an geflüchtete Kinder, die in den Jahren 2017 oder 2018 in die Schule kommen.

Man wolle "den anstehenden Schuleinstieg für diese Kinder einfacher machen", sagte die Leiterin der Evangelischen Kita Krahnenburgstraße, Monika Vollmar-Braun. Eine zuvor geschulte Ehrenamtlerin trifft sich dazu einmal pro Woche mit einer Kleingruppe aus jeweils zwei Flüchtlingskindern und zwei anderen Kindern aus der Kita. Auf dem Programm stehen Spiel-, Sprach- und Bewegungsangebote. "So lernen sich die zukünftigen Schulkinder aus Deutschland und die Flüchtlingskinder besser kennen", sagte Projektkoordinatorin Linh Pham.

Die Gruppen unternehmen auch gemeinsame Ausflüge in Grundschulen, aber auch zur Feuerwehr, einer Polizeiwache oder in einen Park, damit die Kinder ihre Umgebung besser kennenlernen. Die Treffen in den Kleingruppen seien manchmal "die ersten intensiveren Kontakte der teilweise traumatisierten Flüchtlingskinder zu anderen Kindern", sagte Pham. In den Flüchtlingsunterkünften sei eine solche Betreuung mit gleichaltrigen Kindern aus Deutschland nicht möglich.

Ursula Wißborn vom Vorstand der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West, die "Fit für die Schule" finanziell unterstützt, betonte, das zunächst auf zwei Jahre ausgelegte Modellprojekt sei "eine kleine Pflanze, die wachsen kann". Die Diakonie sucht noch Ehrenamtliche, die sich an einem Tag pro Woche engagieren wollen.