Kultur
Bilder aus Gurlitt-Sammlung ab November in Bonn zu sehen
Bonn (epd). Die Bundeskunsthalle in Bonn zeigt ab dem 3. November Gemälde, Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen aus der Sammlung des umstrittenen Kunsthändlers Cornelius Gurlitt. Bis zum 11. März ist zeitgleich in Bonn und dem Kunstmuseum Bern unter dem Titel "Bestandsaufnahme Gurlitt" eine Auswahl aus dem Nachlass des Kunsthändlers (1932-2014) zu sehen, wie das Museum am Dienstag ankündigte. Die Bundeskunsthalle präsentiert unter anderem das Gemälde "Waterloo Bridge" von Claude Monet, die Skulptur "Kauernde" von Auguste Rodin, eine Grafik von Albrecht Dürer sowie Zeichnungen von Aristide Maillol und Francois Boucher.

Die Bonner Ausstellung trägt den Untertitel "Der NS-Kunstraub und die Folgen" und will die Schicksale von Kunstsammlern oder -händlern beleuchtet, die durch die Nationalsozialisten enteignet worden waren. Zudem werden erstmals Dokumente aus dem schriftlichen Nachlass des Nazi-Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt gezeigt, dem Vater Cornelius Gurlitts. Das Kunstmuseum Bern legt den Fokus auf die von den Nationalsozialisten sogenannte "Entartete Kunst".

Der im Mai 2014 gestorbene Cornelius Gurlitt hatte seine Sammlung dem Kunstmuseum Bern vermacht. 2012 war die Sammlung beschlagnahmt worden. Seitdem wird nach der Herkunft der Bilder geforscht.