Soziales
Bergische Wohlfahrtspflege warnt vor finanziellen Engpässen
Wuppertal (epd). Die Bergische Wohlfahrtspflege mahnt eine deutliche bessere finanzielle Ausstattung für ihre Arbeit an. Dazu müssten Land und Bund besonders die kommunale Selbstverwaltung stärken, forderte der Vorsitzende des Arbeitskreises der bergischen Wohlfahrtspflege, Christoph Humbug, in Wuppertal. "Wenn die kommunale Finanzierung wegfällt, bricht das Fördersystem zusammen", warnte der Vorsitzende des Arbeitskreises der freien Wohlfahrtspflege in Wuppertal, Solingen und Remscheid.

Kommunen, Land und Bund seien die wichtigsten Unterstützer der Wohlfahrtsverbände, sagte Humbug weiter. Ohne eine Stärkung der Kommunen drohe das Subsidiaritätsprinzip ausgehöhlt zu werden, warnte er. Öffentliche Aufgaben sollten dem Prinzip nach so weit wie möglich, von regionalen und lokalen Einrichtungen wahrgenommen werden. Daher müsse die Vielfalt der freien Träger erhalten bleiben.

Handlungsbedarf sieht der Arbeitskreis auch bei den Gehältern der Mitarbeiter in den von den Wohlfahrtsverbänden betreuten Einrichtungen wie zum Beispiel Kindertagesstätten. Seit mehr als zehn Jahren seien die Einkommen nicht mehr erhöht worden, hieß es. Ohne eine grundsätzliche Verbesserung der Finanzlage drohten die Wohlfahrtsverbände "auf der Strecke" zu bleiben und müssten ihr Angebot reduzieren. Der Arbeitskreis war am Freitag mit Landtagsabgeordneten der Region zur Erörterung der aktuellen Lage zusammengekommen.