Kultur
Ausstellung in Gelsenkirchen erinnert an NS-Massaker in Ukraine
Gelsenkirchen (epd). Im Justizzentrum Gelsenkirchen ist derzeit eine Ausstellung zu sehen, die an Massaker an der jüdischen Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg in der Ukraine erinnert. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Mordaktionen von Babyn Jar und Kamjanez-Podilskyj im Jahr 1941, wie das Sozialgericht Gelsenkirchen mitteilte. Die Schau ist das Ergebnis einer von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf organisierten Delegationsreise in die Ukraine im vergangenen Jahr. Sie ist bis zum 24. November zu sehen.

Die Schlucht von Babyn Jar war im September 1941 Schauplatz des größten einzelnen Massakers im Zweiten Weltkrieg an jüdischen Männern, Frauen und Kindern. Innerhalb von zwei Tagen wurden mehr als 33.000 Menschen getötet. In Kamjanez-Podilskyj wurden Ende August desselben Jahres mehr als 23.000 Juden ermordet.