Kultur
Über 100.000 Besucher in Ausstellung "Von Dürer bis van Gogh"
Köln (epd). Die Ausstellung "Von Dürer bis van Gogh" im Kölner Wallraf-Richartz-Museum hat sich als Publikumsmagnet erwiesen. Über 100.000 Besucher zog die Schau mit Werken französischer Impressionisten sowie von Albrecht Dürer, Canaletto, Vincent van Gogh und Pablo Picasso an, wie die Stadt Köln am Dienstag mitteilte. Die im September vergangenen Jahres eröffnete Sonderausstellung mit rund 70 Meisterwerken verschiedener Kunstepochen aus der Sammlung Bührle und der hauseigenen Sammlung Fondation Corboud war bis zum 12. Februar zu sehen.

Der Sammler Emil Georg Bührle wurde 1890 in Pforzheim geboren. Er studierte Kunstgeschichte und übernahm 1938 als alleiniger Inhaber die Schweizerische Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon. 1936 begann er mit den ersten Kunstkäufen und legte den Schwerpunkt auf französische Maler rund um die Schule von Barbizon. Während des Zweiten Weltkriegs erwarb er im schweizerischen Kunsthandel zahlreiche französische Impressionisten. Nach Kriegsende wurden bei Bührle 13 Raubkunst-Bilder identifiziert, zu deren Rückgabe er verurteilt wurde. Parallel zu juristischen Auseinandersetzungen machte Bührle den eigentlichen Besitzern das Angebot, die Werke von ihnen ein zweites Mal zu kaufen. Auf diese Weise gingen neun der Bilder in sein rechtmäßiges Eigentum über.

Nach Bührles Tod 1956 gründeten seine beiden Kinder und seine Witwe die Stiftung Sammlung E.G. Bührle mit Sitz in Zürich, die aus dem Gesamtbestand der Sammlung 168 Gemälde und Pastelle sowie 30 Skulpturen erhielt. Das ehemalige Wohnhaus wurde zum Museum umgebaut, das 2008 überfallen wurde. Vier Hauptwerke der Sammlung wurden entwendet, darunter "Der Knabe mit der roten Weste" von Paul Cézanne und das "Mohnblumenfeld bei Vétheuil" von Claude Monet. Die Bilder konnten wieder gefunden werden. Seit dem Überfall ist das Privatmuseum nur noch eingeschränkt für die Öffentlichkeit zugänglich.