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Zollitsch kritisiert Waffenlieferungen nach Syrien

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hat die anhaltenden Waffenlieferungen nach Syrien kritisiert. "In Kriegsgebieten und Bürgerkriegsregionen, wie etwa in Syrien, werden Tausende Menschen aus ihrer Heimat vertrieben oder sterben gar einen gewaltsamen, oft grausamen Tod. Diese Konflikte lassen sich nicht durch verstärkte Waffenlieferungen lösen", schreibt Zollitsch in der Osterausgabe der Rhein-Zeitung (Koblenz) laut einer Mitteilung der Erzdiözese Freiburg am Samstag.

Zollitsch verwies den Angaben zufolge auf die Gewalt an zahlreichen Krisenherden der Erde. Gewalt und Tod dürften nicht das letzte Wort haben, schreibt der Freiburger Erzbischof. Wer daran glaube, könne mutiger in die Welt hinausgehen: "Wo das Wohl des Menschen in das Zentrum des Handelns rückt, da bleibt für Egoismus und Durchsetzungsmentalität kein Platz", schreibt Zollitsch.

Die Botschaft von Ostern sei, dass Mitmenschen nicht Konkurrenten oder Feinde seien, die man vernichten müsse. Jeder Mensch sei Geschöpf und Ebenbild Gottes "mit gleicher Würde", so Zollitsch weiter. Ostern sei deshalb auch "mehr als lachende Schokohasen, fröhlich piepsende Küken und bunte Eier". (0000/30.03.2013)