Auslöser des Streiks war die Ausgliederung der Abteilungen in einzelne Gesellschaften gewesen. Die Schwarzwälder Bote Mediengesellschaft hatte im März dieses Jahres die Redaktion in eine eigene Redaktionsgesellschaft ausgegliedert. Auch die Anzeigenabteilung wurde in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert, die Druckvorstufe war bereits 2008 in ein Tochterunternehmen überführt worden.
Mit der Ausgliederung wollte der Verlag nach Einschätzung von ver.di die geltenden Tarifverträge umgehen. Deshalb streikten die Mitarbeiter mit Unterbrechungen seit März. Insgesamt waren rund 350 Beschäftigte von den Auslagerungen betroffen. Die Angestellten der Druckvorstufe sollen nun in die Medienvermarktungs- oder die Redaktionsgesellschaft übernommen werden.
Neu eingestellte Redakteure und Volontäre fielen ab jetzt jedoch nicht mehr unter die erreichte Tarifanerkennung, teilte ver.di mit. Eine Ausnahme sei der Volontärsjahrgang 2012. Die Redakteure verzichteten auf ihre Einmalzahlung im Februar 2013, im Gegenzug falle der neue Volontärsjahrgang noch unter den Anerkennungs-Tarifvertrag. Ver.di und auch der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) akzeptierten den Kompromiss.
Der «Schwarzwälder Bote» gehört mittelbar zur Südwestdeutschen Medien-Holding, eine der größten Unternehmensgruppen für Tageszeitungen in Deutschland. Dazu gehören unter anderem auch die «Stuttgarter Nachrichten», die «Stuttgarter Zeitung» und seit 2008 die «Süddeutsche Zeitung». (2476/21.12.2011)

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