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"Luther-Rose" für Unternehmerin Leibinger-Kammüller

Die Unternehmerin Nicola Leibinger-Kammüller wird am Sonntag mit der "Luther-Rose" geehrt. Sie erhält die Auszeichnung im Rahmen der Jubiläumskonferenz "Zehn Jahre Internationale Martin Luther Stiftung" auf der Wartburg bei Eisenach, teilte die Stiftung in Erfurt mit.

Leibinger-Kammüller sei eine Persönlichkeit, die sich beispielgebender für die reformatorische Tradition von Freiheit und Verantwortung für das Gemeinwohl einsetze, heißt es in der Begründung für die Auszeichnung. Die Unternehmerin, die Vorsitzende der Geschäftsführung des Werkzeugmaschinen-Herstellers Trumpf in Ditzingen bei Stuttgart ist, habe beispielsweise in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf Personalentlassungen verzichtet. Sie habe auch die Einführung innovativer Arbeitszeitmodelle gefördert.

Nicola Leibinger-Kammüller nennt sich selbst durch den christlichen Glauben geprägt und inspiriert. Sie sagte vorab: "Werteorientierung und wirtschaftliches Denken sollten auch heute so miteinander verbunden sein, wie dies einmal dem Grundgedanken der sozialen Marktwirtschaft entsprach."

Die Unternehmerin wurde 1959 in Wilmington (Ohio/USA), geboren. Sie studierte Germanistik, Anglistik und Japanologie. Sie ist auch Kuratoriumsmitglied der Luther- und der Robert Bosch Stiftung, Vorsitzende des Freundeskreises des Deutschen Literaturarchivs Marbach und Mitglied in den Aufsichtsräten der Axel Springer AG und der Siemens AG.

Die "Luther-Rose" wird zum zehnten Mal verliehen. Ausgezeichnet wurden bisher unter anderem der Unternehmer Horst Deichmann, der Verleger Dirk Ippen und die Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz. Das Preis-Symbol ist die Reproduktion eines Details des mittelalterlichen Glasfensters aus der Erfurter Augustinerkirche, das Martin Luther wohl zu seinem Familienwappen inspiriert hat, eine Rose zwischen zwei Löwen. (2146/20.10.2017)