Der Zustand der Baumkronen sei im Vergleich zu 2010 im Wesentlichen unverändert. "Insbesondere das reichliche Wasserangebot in den Sommermonaten kam den Bäumen zugute und machte dem Borkenkäfer frühzeitig den Garaus", resümierte Kupfer bei der Vorstellung des diesjährigen Waldzustandsberichtes. Demnach gelten in Sachsen zum Ende des Internationalen Jahres der Wälder 43 Prozent der Bäume als gesund, 41 Prozent als schwach geschädigt und 16 Prozent als deutlich geschädigt.
Mit durchschnittlich 319 Festmetern Holz pro Hektar stehe im sächsischen Wald "so viel des wertvollen Rohstoffs wie noch nie seit dem Beginn der regelmäßigen Waldinventuren in der Mitte des 19. Jahrhunderts", hieß es. Allerdings sei der Kronenzustand der Buchen und Eichen immer noch in vielen Beständen auf einem deutlich höheren Schadniveau als bei den Nadelbäumen.
43 Prozent der Eichen seien deutlich geschädigt. Als Ursache der Defizite gab Kupfer Insektenfraß und Spätfrostschäden an. Die Buche übertreffe mit 56 Prozent geschädigter Bäume sogar den bisherigen Höchstwert von 2009 (53 Prozent). Zudem wurden bei 16 Prozent der Fichten deutliche Schäden diagnostiziert, was eine leichte Zunahme gegenüber 2010 (14 Prozent) sei.
Fortschritte habe es dagegen beim ökologischen Waldumbau und der Verbesserung der Waldböden durch anhaltende Kalkung gegeben. Wegen der noch immer versauerten Böden werde der sächsische Wald Jahr für Jahr auf mehreren tausend Hektar gekalkt.
Kupfer zufolge sind die auffälligen regionalen Unterschiede im Kronenzustand aus den Vorjahren weitgehend ausgeglichen. Lediglich das Tiefland (Mittleres nordostdeutsches Altmoränenland/Düben-Niederlausitzer Altmoränenland) mit wenig deutlich geschädigten Bäumen (7 Prozent) und die östlichen Gebirge (Elbsandsteingebirge/Oberlausitzer Bergland/Zittauer Gebirge) mit den abermals höchsten Anteilen deutlicher Schäden (22 Prozent) heben sich von den anderen Gebieten ab.
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