Umwelt
Zeitung: Umweltministerium sieht wenig Gefahr durch Wölfe
Berlin (epd). Das Bundesumweltministerium sieht einem Medienbericht zufolge kein großes Risiko für Menschen durch die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland. "Die Gefahr durch den Wolf ist sehr gering", sagte Staatssekretär Jochen Flasbarth der Berliner "tageszeitung" (Samstag). Über Jahrzehnte seien keine Angriffe aus Europa bekanntgeworden. "Das gilt auch für Länder mit sehr viel größeren Wolfspopulationen als hier."

Das Ministerium erwäge allerdings, Deiche und Almen frei von Wolfsrudeln zu halten, berichtet die Zeitung weiter. "Ich weiß nicht, ob es dort gelingt, durch Zäune oder Hunde Nutztiere vor Wolfsübergriffen zu schützen", sagte Flasbarth. Die Deiche etwa würden auch von Fußgängern genutzt, denen die Herdenschutz-Hunde gefährlich werden könnten. "Das sind dann möglicherweise Gebiete, wo man die Ansiedlung von Rudeln verhindert, indem man komplette Rudel schießt", sagte der Staatssekretär der "taz".

Der Wolf wurde vor etwa 150 Jahren in Deutschland ausgerottet, ist aber den Angaben zufolge im Jahr 2000 wieder dauerhaft zurückgekehrt. Seitdem wächst der Bestand der nun streng geschützten Art. Auch die Zahl der von Wölfen gerissenen Nutztiere nimmt zu. Viele Bauern sehen nun die vergleichsweise tier- und naturfreundliche Viehhaltung auf der Weide gefährdet, heißt es in dem Bericht weiter.

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