Soziales
Statistiker zählen weniger Hartz-IV-Empfänger in Sachsen
Dresden (epd). In Sachsen gibt es zunehmend weniger Hartz-IV-Empfänger. Wie aus dem am Dienstag in Dresden vorgelegten Statistischen Jahrbuch 2011 hervorgeht, sank die Zahl Ende 2010 auf rund 351.000. 2005 waren es noch 441.000, 2009 knapp 378.000. Auch die Zahl der Sozialgeld-Empfänger fiel von 112.000 im Jahr 2009 auf knapp 108.000 Ende 2010.

Herausgeber des 512 Seiten starken Jahrbuches ist das Statistische Landesamt in Kamenz. Trotz des Rückgangs sei Hartz-IV weiterhin die häufigste staatliche Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts, heißt es in dem Bericht. Sie wird als Arbeitslosengeld II an erwerbsfähige Hilfebedürftige bis zum Rentenalter gezahlt, einschließlich der Kosten für Unterkunft und Heizung. Nicht erwerbsfähige Bedürftige erhalten die Leistung als Sozialgeld.

Spitzenreiter bei der Zahl der Empfänger ist der Direktionsbezirk Leipzig. Dort erhielten pro 100 Einwohner 13 eine der beiden Hilfen, insgesamt 130.000 Menschen. In den Direktionsbezirken Chemnitz und Dresden waren es 154.000 und 175.000 Bedürftige und damit jeweils zehn und elf von 100 Einwohnern. Durchschnittlich lag der bewilligte Leistungsanspruch pro Person bei 435 Euro und bei sogenannten Bedarfsgemeinschaften bei 751 Euro.

Leicht angestiegen sind dagegen im Freistaat Zahlungen für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Hier stieg die Zahl von etwa über 21.000 im Jahr 2005 auf knapp 24.700 Ende 2010. Auch Leistungen für Asylbewerber werden nach einem rückläufigen Trend wieder häufiger gewährt. 2005 erhielten knapp 8.400 Flüchtlinge Unterstützung nach dem Asylbewerber-Leistungsgesetz, 2008 nur noch gut 4.600. Nach den bislang aktuellsten Angaben stieg die Zahl 2009 wieder auf knapp 4.850 an. Internet: www.statistik.sachsen.de

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