Neuesten Zahlen zufolge verdienen in Deutschland Frauen in der Stunde 23 Prozent weniger als Männer. Um das Einkommen zu erzielen, das Männer bereits am 31. Dezember des Vorjahres hatten, müssen Frauen bis zum Equal Pay Day (Tag der Entgeltgleichzeit) des Folgejahres arbeiten, in Deutschland bis zum 23. März.
Clauß betonte, es sei "ein unhaltbarer Zustand", dass Deutschland im europäischen Vergleich bei der Lohngleichstellung auf den hintersten Plätzen liege. Als Ursachen für die Unterschiede nannte die Ministerin unter anderem die Berufswahl. Leider entschieden sich noch immer zu wenig Mädchen für technische oder naturwissenschaftliche Berufe, die von besseren Verdienstchancen geprägt seien.
Zugleich kritisierte der DGB Sachsen die Pläne der Bundesregierung zum Betreuungsgeld. "Den Ausstieg von Frauen aus dem Erwerbsleben zu subventionieren, wäre genau der falsche Weg", erklärte Kloppich. Wenn Eltern sich entscheiden, ihre Kinder zu Hause zu erziehen, dürften sie kein Betreuungsgeld erhalten.
Nach DGB-Angaben bilden Deutschland, Österreich und die Tschechische Republik mit 23 Prozent Lohndifferenz in der EU das Schlusslicht. Der Equal Pay Day macht seit 2008 auf diesen Unterschied aufmerksam. In Sachsen beträgt die Differenz bei der Bezahlung von Frauen und Männern nach DGB-Angaben durchschnittlich 12 Prozent, im produzierenden Gewerbe knapp 19 Prozent.
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