Soziales
Senat lässt mehr Berliner vergünstigt Bahnfahren
Berlin (epd). Künftig dürfen in Berlin noch mehr Menschen mit einem vergünstigen Sozialticket die Berliner Verkehrsbetriebe und die S-Bahn nutzen. Der Senat beschloss am Dienstag, den Kreis der Anspruchsberechtigten auf Empfänger von Wohngeld sowie von Opferrenten nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen zu erweitern. Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) sprach von einem wichtigen Beitrag für den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Mobilität sei eine Grundvoraussetzung für soziale und kulturelle Teilhabe.

Bislang hatten 549.341 erwachsene Berliner Anspruch auf den sogenannten berlinpass und damit auf das günstigere Berlin-Ticket S. Jetzt erhöht sich die Zahl der Berechtigten ab Februar um rund 32.700 einkommensschwache Menschen. Das Berlin-Tickets S kostet 27,50 Euro. Bedürftige Kinder erhalten einen gesonderten Ausweis.

Der Senat bezuschusst die Ausweitung der Sozialticket-Bezieher mit weiteren 3,2 Millionen Euro an die Berliner Verkehrsbetriebe, hieß es. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) sprach von einer sinnvollen Investition für die Stadt.

Der 2009 eingeführte "berlinpass" wird in den Bürgerämtern an Bezieher von Hartz IV und andere Bedürftige ausgegeben. Er ermöglicht vergünstigten Eintritt bei Kultur, Bildung, Sport und Freizeit. Der Verkauf des Berlin-Tickets S als Teil des "berlinpasses" ist seit 2013 stetig auf zuletzt im Jahr 2017 geschätzte 2.120.420 ausgegebene Monatstickets angestiegen.

epd ost phi bue