Umwelt
Demonstration mit Freudenfest im Juli 2009 zum Ende des sogenannten Bombodroms in der Kyritz-Ruppiner Heide
© epd-bild / Gordon Welters
Schautafeln dokumentieren Protest gegen "Bombodrom"
Wittstock/Potsdam (epd). Elf Schautafeln rund um die Kyritz-Ruppiner Heide in Nordbrandenburg dokumentieren nun den erfolgreichen Protest gegen das einst von der Bundeswehr geplante "Bombodrom". Die Bürgerinitiative "Freie Heide" präsentierte am Samstag in Fretzdorf das mit Unterstützung der brandenburgischen Landesregierung abgeschlossene Projekt.

Die Gesamtkosten beliefen sich nach Angaben der Staatskanzlei auf 14.000 Euro, davon würden 10.000 Euro aus Lottomitteln des Landes bestritten. Die aus Infotexten und Fotos bestehenden Tafeln informierten über verschiedene Themen wie "rechtliche Auseinandersetzung", "Breite des Protests" oder "Protestwanderungen".

Die Bundeswehr wollte nach der deutschen Vereinigung das bereits von der Sowjetarmee genutzte Areal als Luft-Boden-Schießplatz nutzen. Das Vorhaben stieß auf jahrelangen Protest von Anliegergemeinen, Bürgerinitiativen, Unternehmen und auch der beiden Landesregierungen von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Nach zahllosen Niederlagen vor Gericht verzichtete das Bundesverteidigungsministeriums im Juli 2009 auf die Nutzung.