Der Diakonie zufolge sollen die Hilfen zur Eingliederung um 40 Prozent sinken und nur noch jenen mit schnellen Vermittlungschancen zur Verfügung stehen. "Alle anderen fallen durchs Raster." Gerade schwer Vermittelbare bräuchten aber eine qualifizierte fachliche und sozialpädagogische Betreuung. Die Diakonie verwies darauf, dass es für die Beschäftigung von Ein-Euro-Jobbern zukünftig deutlich weniger Zuschüsse gebe.
Diakonie-Direktor Christian Schönfeld warnte davor, Langzeitarbeitslose weiter an den Rand zu drängen. Dauerhafte Beschäftigungslosigkeit mache krank, wie viele Studien belegten. Zugleich forderte der evangelische Wohlfahrtsverband einen "Richtungswechsel". Neben regulären Jobs müssten bei Langzeitarbeitslosen auch der Erhalt ihrer Beschäftigungsfähigkeit und soziale Teilhabe als Grundziel im Sozialgesetzbuch II festgelegt werden.

Bilder zum Thema finden Sie bei epd-Bild
