Ethik
"Preis für Verständigung und Toleranz" für Gauck und Siemens-Chef
Berlin (epd). Altbundespräsident Joachim Gauck und Siemens-Chef Joe Kaeser sind am Samstag mit dem "Preis für Verständigung und Toleranz" des Jüdischen Museums Berlin geehrt worden. Die Auszeichnung wurde bei einem traditionellen Jubiläums-Dinner der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Museum überreicht. Die Laudatio auf Gauck hielt der australisch-britische Historiker Sir Christopher Clark, die Laudatio auf Kaeser Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD).

An beiden Preisträgern wurde deren Eintreten für Verständigung und Toleranz gewürdigt. Altbundespräsident Gauck sei Beispiel und Vorbild dafür, dass eine gemeinsame Zukunft durch jeden Einzelnen gestaltet werden müsse, hieß es. Siemens-Chef Kaeser stehe in dem Weltkonzern und seinem privaten Umfeld für Respekt und Vielfalt. Die Siemens AG ist Mitglied im Freundeskreis des Museums und fördert seit 2012 im Rahmen der Akademieprogramme das Jüdisch-Islamische Forum.

Mit dem undotierten "Preis für Verständigung und Toleranz" werden seit 2002 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik ausgezeichnet, die sich auf herausragende Weise im Sinne der Auszeichnung verdient gemacht haben. Bisherige Preisträger sind neben vielen anderen der frühere Bundesinnenminister Otto Schily (SPD), die Verlegerin Friede Springer, der frühere Bundespräsident Johannes Rau, der Sammler und Mäzen Heinz Berggruen sowie der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl und Amtsinhaberin Angela Merkel (beide CDU).

epd ost mg