Kultur
Moskauer Meisterwerke länger in Gotha zu sehen
Gotha (epd). Die Sonderausstellung "Das Puschkin-Museum Moskau zu Gast - Meisterwerke der französischen Kunst" im Herzoglichen Museum Gotha wird bis zum 27. August verlängert. Das Interesse an der Schau sei ungebrochen, erklärte die Stiftung Schloss Friedenstein am Donnerstag in Gotha. Zudem könnten durch die Verlängerung auch die Besucher des Barockfests am letzten Augustwochenende die Hauptwerke französischer Meister vom frühen 17. bis ins späte 18. Jahrhundert sehen.

Die Ausstellung, eine Kooperation mit dem Staatlichen Museum für Bildende Künste A. S. Puschkin der russischen Hauptstadt, sollte eigentlich am Wochenende ihre Türen schließen. Unter den aus Moskau ausgeliehenen Werken befinden sich Arbeiten von Claude Lorrain, Nicolas Poussin, François Boucher und Jacques-Louis David. Ergänzt werden die Gemälde durch hochkarätige Grafiken des Rokokos und Klassizismus. Einige der Werke seien zuvor noch nie in Deutschland zu sehen gewesen, hieß es.

Der Ausstellung in Gotha war in Moskau die Schau "Die Cranach-Familie - Zwischen Renaissance und Manierismus" im vergangenen Jahr vorausgegangen. Der große Publikumserfolg war auch dem Umstand geschuldet, dass in der Ausstellung auch Bilder gezeigt wurden, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Beutekunst nach Russland kamen. Da diese aus rechtlichen Gründen nicht in Deutschland gezeigt werden können, habe sich die russische Seite dazu entschlossen, Meisterwerke der französischen Kunst nach Gotha zu entsenden, erklärte die Stiftung.

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