Hoffmann ist Gründer der mittlerweile verbotenen "Wehrsportgruppe Hoffmann". Auf seiner Internetseite gab er bekannt, dass ihm das NPD-Zentrum nicht mehr zur Verfügung stehe. Das Bündnis aus Parteien und zivilgesellschaftlichen Gruppen, das zum Protest aufgerufen hatte, wertete die Absage als Erfolg für seinen Protest in den vergangenen Tagen.
Rund 650 Demonstranten versammelten sich am Samstag nach Polizeiangaben in der Innenstadt, um gemeinsam zum NPD-Zentrum im Stadtteil Plagwitz zu ziehen. Außerdem hätten sich Gruppen von insgesamt etwa 100 Menschen am Lindenauer Markt und direkt an dem Gebäude in der Odermannstraße versammelt.
Zum Protest aufgerufen hatten der Verein Erich-Zeigner-Haus und die antifaschistische Kampagne "Fence off". Zudem hatten Vertreter von SPD, Grünen und Linkspartei ihre Teilnahme zugesagt.
Der in Oberfranken gegründeten Wehrsportgruppe Hoffmann gehörten etwa 440 militante Rechtsextremisten an. 1980 wurde sie als verfassungsfeindlich eingestuft und verboten. Ende Dezember 1980 wurden der jüdische Verleger und ehemalige Vorsitzende der israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg, Shlomo Lewin, und seine Lebensgefährtin Frieda Poeschke in Erlangen von einem Mitglied der Gruppe erschossen. Eine Beteiligung beziehungsweise ein Mordauftrag Hoffmanns wurde vermutet, konnte jedoch nicht nachgewiesen werden.
epd ost co/sth

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