Kultur
Marienkloster gehört zu Highlights der "Straße der Romanik"
Quedlinburg (epd). Die Tourismusroute "Straße der Romanik" ist um insgesamt zehn Baudenkmäler erweitert worden. Seit Donnerstag gehört auch das Kloster St. Marien auf dem Münzenberg in Quedlinburg (Landkreis Harz) zum Netzwerk. Bei der offiziellen Schildübergabe sagte Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD), gerade das Marienkloster sei "eine kulturhistorische und touristische Bereicherung für Sachsen-Anhalts bekannteste Tourismusstraße". Die "Straße der Romanik" zähle zu den zehn beliebtesten Tourismusrouten in Deutschland und ziehe mit der lebendigen Geschichte der Baudenkmäler viele Besucher an.

Der Minister sagte: "Mit Blick auf das 25-jährige Jubiläum im Jahr 2018 wollen wir die Romanik-Route durch die Erweiterung für Besucher noch attraktiver machen." Die Route umfasst künftig 88 Bauwerke an 73 Orten im Land. Zur besseren Vermarktung würden die Bauwerke in vier Kategorien: "Dome und Domschätze", "Klöster", "Burgen, Schlösser, Pfalzen" sowie "Kirchen und Kapellen" eingeordnet. Zudem sollen rund 20 TOP-Besuchsziele in der Kategorie "Highlights / Höhepunkte" hervorgehoben werden. Unter den zehn neuen Bauwerken sei das Marienkloster Münzenberg das einzige, welches dieser Kategorie zugeordnet worden sei.

Das Kloster St. Marien auf dem Münzenberg ist 986 als Klosterkirche der Quedlinburger Benediktinerinnen gegründet worden. Es wurde Ende der 1530er Jahre aufgegeben. In den Ruinen der Klosteranlage entstanden kleine Häuser, die die erhaltenen Mauern und Gewölbe in ihre Wohnungen einbezogen. 1994 wurde mit der Freilegung und Ausgestaltung der Baureste der ehemaligen Klosterkirche begonnen. Heute ist das Bauwerk in Teilen wieder begehbar. Ein Museum vermittelt Einblicke in die Geschichte des Münzenbergs und die Baugeschichte der Kirche.

Neben dem Marienkloster wurden noch die Burg Schönburg, die Dorfkirche Flemmingen, die Klosterkirche Zscheiplitz, die Margaretenkirche zu Steinbach im Burgenlandkreis, die Kirche St. Johannis in Wernigerode und das Kloster Wendhusen in Thale im Landkreis Harz, die Dorfkirche Altjeßnitz im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, das Marienportal der Kirche Seehausen im Landkreis Stendal sowie die Dorfkirche St. Michael in St. Micheln im Saalekreis in die "Straße der Romanik" aufgenommen.

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