Soziales
Magdeburger Lebensmittelretter ausgezeichnet
Magdeburg, Berlin (epd). Das Projekt "Lebensmittel retten Magdeburg" ist am Mittwoch in Berlin mit dem Deutschen Nachbarschaftspreis 2017 ausgezeichnet worden. Die Organisatoren hätten das FoodSharing-Konzept an lokale Gegebenheiten angepasst und weiterentwickelt, teilte die nebenan.de-Stiftung mit, die den Preis in diesem Jahr zum ersten Mal ausgeschrieben hat. Insgesamt wurden drei Projekte als Bundespreisträger geehrt, weitere Auszeichnungen gab es für Landessieger.

Über den Verein Spielwagen e.V. und gemeinnützige Partner in der Stadt Magdeburg werden übrig gebliebene Lebensmittel aus Supermärkten und Restaurants an Bedürftige verteilt und bei gemeinsamen Kochabenden verspeist. Durch die direkte Verwendung der Lebensmittel durch ehrenamtliche Partner, werde die Unterstützung bedürftiger Nachbarn sichergestellt und Begegnungen im Viertel gefördert, hieß es.

Das Magdeburger Projekt teilt sich den zweiten mit je 7.000 Euro dotierten Preis mit dem Projekt "Witzin macht Zukunft" der Dörpschaft Witzin in Mecklenburg-Vorpommern, bei dem Dorfbewohner unter anderem für die Wiedereröffnung ihrer Schule und einen Bürgerbus sorgten. Den ersten mit 15.000 Euro dotierten Preis gewann die Bürgerinitiative Agora Köln mit ihrem Projekt "Tag des guten Lebens". Bei dem Aktionstag wurden vier Tage autofreie Straßen geschaffen und für ein buntes Straßenfest genutzt.

Um den Deutschen Nachbarschaftspreis hatten sich den Angaben zufolge mehr als 1.300 gemeinnützige Organisationen, Vereine, Nachbarschaftsgruppen und -initiativen beworben. Geehrt werden aktive Nachbarn und nachbarschaftliche Projekte, die sich für ein offenes, solidarisches und demokratisches Miteinander einsetzen. Die nebenan.de Stiftung wurde nach eigenen Angaben als Tochter des Berliner Sozialunternehmens Good Hood GmbH, das die Nachbarschaftsplattform nebenan.de betreibt, ins Leben gerufen.

epd ost ror mg