Ethik
Magdeburg erinnert an Zerstörung der Stadt vor 73 Jahren
Magdeburg (epd). Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) ruft für Dienstag zur Teilnahme am Gedenken zur Zerstörung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg auf. Am 16. Januar jähre sich zum 73. Mal der Tag, an dem die Stadt 1945, wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in Schutt und Asche versank, wie die Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte. Der Tag sei bis heute ein Tag der Trauer und des Gedenkens an die Opfer von Krieg und Gewalt. "Wir erinnern an die zweite verheerende Zerstörung unserer Stadt, an die dabei Getöteten und Verwundeten und an die Not und Verzweiflung aller Überlebenden", sagte Trümper.

Das Gedenken beginnt um 15 Uhr mit einem Schweigemarsch von der Kapelle des Westfriedhofs zur Gedenkstätte für die Opfer des Luftangriffs. Dort sollen Kränze und Blumen abgelegt werden. Im Anschluss sprechen der Oberbürgermeister und der Vorsitzende des Landesverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Dieter Steinecke, Worte des Gedenkens. Der stellvertretende Superintendent des evangelischen Kirchenkreises, Ronny Hillebrand, wird ein Gebet sprechen.

Im Opernhaus beginnt um 20 Uhr ein Gedenkkonzert "Für eine friedliche Welt". Gespielt wird Ludwig van Beethovens neunte Sinfonie. Im Forum Gestaltung gibt es um 20 Uhr ein Konzert "Ein wahres Elend, der verdammte Krieg!". Um 21 Uhr ist im Magdeburger Dom eine ökumenische Abendandacht geplant. Um 21.28 Uhr, dem Zeitpunkt des Beginns der Bombardierung, sollen die Glocken vieler Kirchen der Landeshauptstadt läuten.

epd ost ror mg