Kultur
Leipzig plant neues Naturkundemuseum
Leipzig (epd). Das Leipziger Naturkundemuseum erhält einen neuen Standort. Bis 2020 sei der Umzug in Halle 7 der früheren Baumwollspinnerei in Leipzig-Plagwitz vorgesehen, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Der Umbau des Gebäudes auf dem ehemaligen Werksgelände soll vom Stadtrat im September beschlossen werden. Für die Jahre 2017 und 2018 sind 700.000 Euro veranschlagt. Eine Konzeption für das Museum auf künftig rund 5.600 Quadratmetern Fläche steht den Angaben zufolge bereits.

Die Eröffnung ist für 2020 geplant. Die Halle 7 der Spinnerei wird durch die Eigentümerin Leipziger Baumwollspinnerei Verwaltungsgesellschaft mbH derzeit saniert und umgebaut. In das Gebäude sollen auch die Spielstätte Lofft, das Leipziger Tanztheater und das Theater der jungen Welt einziehen.

Das Naturkundemuseum werde sich "in die Gegebenheiten des stark kunstaffinen Umfeldes der Leipziger Baumwollspinnerei einfügen" und "als starkes, selbstbewusstes und eigenständiges Element der Marke Spinnerei etablieren", hieß es. Es wolle als "Forum der Generationen" auftreten und allen Altersgruppen einen Platz zum Verweilen und Lernen bieten.

Das Museum befindet sich derzeit im Leipziger Stadtzentrum. Es beherbergt eine Sammlung zahlreicher Sachzeugen naturhistorischer Entwicklung. Zu sehen sind auch Präparate ausgestorbener Tierarten und Objekte aus durch Braunkohlenbergbau zerstörten Landschaften. 2010 hatte dem Museum die Schließung gedroht.

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