Für Kunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos), die am Montag die Ausstellung eröffnete, ist die Dokumentation ein "Beitrag zu einer demokratischen Erinnerungskultur". Zudem solle den Besuchern die Möglichkeit gegeben werden, sich auch mit diesem dunklen Teil der sächsischen Geschichte auseinanderzusetzen und den interkulturellen Dialog zu suchen, erklärte sie in Dresden.
In Görlitz lebten 1890 fast 700 Juden. Ihre Synagoge ist die einzige in Sachsen, die die Pogromnacht 1938 weitgehend unbeschadet überstanden hat. Heute gibt es am Ort keine jüdische Gemeinde mehr. Die Synagoge ist seit 1963 im Besitz der Stadt. Im April stimmte der Stadtrat einem Nutzungsvertrag mit dem Förderverein zu. Er will in dem Kuppelbau regelmäßig kulturelle Veranstaltungen abhalten. Zudem plant er einen Gebetsraum.
Die Ausstellung "Synagoge. Juden in Görlitz" ist bis zum 4. November montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr zu besichtigen.
epd ost co/kr bue

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