Umwelt
Kretschmer: Kohleausstieg dauert 20 Jahre
Dresden/Leipzig (epd). Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat erneut vor den Folgen eines überstürzten Ausstiegs aus der Braunkohle gewarnt. "Der harte Strukturbruch wie 1990, nach dem Ende der DDR, darf sich bei der Kohle keinesfalls wiederholen", sagte Kretschmer der "Leipziger Volkszeitung" (Montag). Es gebe sowohl die Chance als auch das Geld, den Strukturwandel verantwortlich zu gestalten, ergänzte Kretschmer: "Dafür brauchen wir bei der Braunkohle noch 20 Jahre Zeit."

Die Bundesregierung forderte Kretschmer auf, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Nur so könnten "strategische Infrastrukturprojekte" zügig umgesetzt werden, sagte er der Zeitung. "Wir brauchen von der Bundesregierung schnelle Unterstützung beim Strukturwandel", betonte der Ministerpräsident. Auch müssten Zukunftskonzepte etwa beim Breitbandausbau oder bei der Elektrifizierung der Bahn "jetzt und nicht irgendwann entstehen", so Kretschmer weiter.

Eine Zusammenarbeit mit der AfD oder der Linken nach der sächsischen Landtagswahl 2019 schloss der Regierungschef aus. "Inhaltlich wollen die das schiere Gegenteil von der CDU", sagte Kretschmer. Bei der AfD komme noch hinzu, "dass sie für die CDU der größte politische Feind ist", bekräftigte der Ministerpräsident.

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