Soziales
Kinderhilfswerk fordert bessere Qualität für Kita- und Schulessen
Berlin (epd). Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert besseres Essen in Kitas und Schulen. Dazu sollten bundesweit verbindliche Qualitätsstandards für die Verpflegung eingeführt werden, erklärte die Organisation am Freitag in Berlin. Die Standards sollten sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) orientieren. Studien belegen nach Angaben des Kinderhilfswerks, dass die von der DGE für diesen Bereich gegebenen Empfehlungen in den seltensten Fällen erfüllt werden.

"Deshalb sollte beim Kita- und Schulessen nicht weiter auf unverbindliche Freiwilligkeit mit Appellen und Ankündigungen gesetzt werden. Die gibt es schon seit Jahren zuhauf, ohne dass sich vielerorts substanziell etwas getan hätte", betonte der Bundesgeschäftsführer des Werkes, Holger Hofmann.

Aus Sicht des Kinderhilfswerkes braucht jedes Kind im Ganztagsbetrieb von Kita oder Schule eine gesunde, warme Mahlzeit. Dazu zähle eine Vielfalt der Speisen sowie ihre nährstoffreiche Zubereitung, ausreichend Gemüse, Vollkornprodukte und Fisch. "Es muss endlich Schluss sein mit zerkochtem Gemüse, trockenen Kartoffeln und billigen Fertigsoßen", sagte Hofmann.

Wichtig sei auch, die Kita-Kinder und Schüler mit einzubeziehen. Deren Kompetenz und Kreativität blieben in der Regel ungenutzt, so Hofmann weiter.

epd ost bas bue