Kultur
Kanadas Botschaft engagiert sich bei Berlinale für Geschlechtervielfalt
Berlin (epd). Die Botschaft von Kanada engagiert sich bei der Berlinale 2018 für Gleichstellung und Geschlechtervielfalt. Unter dem Titel "Diversity und Gender Equality in Beruf und Gesellschaft - Viel Luft nach oben in Sachen Gleichstellung" findet in dem Berliner Botschaftsgebäude eine Podiumsdiskussion am Rande der Internationalen Filmfestspiele statt, wie die Organisatoren des Teddy Awards und die kanadische Botschaft am Montag gemeinsam ankündigten. Als Gesprächspartner werden Führungskräfte, Top-Manager sowie der Leiter der politischen und wirtschaftlichen Abteilung der Botschaft, Geoff Gartshore, erwartet. Die Botschaft von Kanada zählt den Angaben zufolge als einzige Botschaft zu den offiziellen Veranstaltungsorten der Berlinale 2018.

Eine solide Kultur für Geschlechtervielfalt scheine es in Konzernen und Firmen immer noch nicht zu geben, erklärten die Veranstalter vorab. In Deutschland herrsche ein seit den 1960er Jahren kaum verändertes Rollenmodell. Für einen nachhaltigen Wandel müsse dieses alte durch ein neues, modernes Rollenmodell bei angehenden Führungskräften ersetzt werden. Nur mit einer toleranten Konzernspitze könne es wirkliche Vielfalt geben, hieß es weiter.

Die Organisatoren des Teddy Award ehren auf der Berlinale alljährlich Filme und Filmschaffende, die mit queeren Themen und filmischen Engagement einen Beitrag für mehr Toleranz, Gleichstellung, Akzeptanz und Vielfalt in der Gesellschaft leisten. Unter anderem verleihen sie auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin nach eigenen Angaben "den bedeutendsten queeren Filmpreis der Welt". Er wird am 23. Februar in den Kategorien bester Spielfilm, bester Dokumentarfilm, bester Kurzfilm, Teddy Jury Award und als Special Teddy Award vergeben.

Die 68. Berlinale findet vom 15. bis 25. Februar 2018 statt. Sie gilt als wichtiger Branchentreff sowie als größtes Publikumsfilmfestival der Welt. Präsentiert werden in diesem Jahr 385 Filme. 24 Beiträge laufen im Wettbewerb, 19 konkurrieren um den Goldenen und die Silbernen Bären, die am 24. Februar vergeben werden. Aus Deutschland sind dabei vier Filme im Rennen. Vorsitzender der internationalen Jury ist der deutsche Regisseur Tom Tykwer.

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