Soziales
Kampagne "Nein heißt Nein" in Berlin gestartet
Berlin (epd). Mit Video-Clips in den Berliner U-Bahnen klärt der Senat über das neue Sexualstrafrecht auf. Die Kampagne "Nein heißt Nein" soll auf die wichtigen Änderungen im Sexualstrafrecht aufmerksam machen und wurde am Donnerstag von Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) und der Vorstandsvorsitzenden der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Sigrid Evelyn Nikutta, im U-Bahnhof Alexanderplatz gestartet, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit mitteilte.

"Sexuelle Übergriffe auf Mädchen und Frauen sind inakzeptabel, egal wann und wo", betonte Kolat. Die Kampagne solle Frauen und Mädchen zeigen, dass sie nicht alleine sind, wenn es um die Bekämpfung sexualisierter Gewalt gehe. "'Nein heißt Nein' ist jetzt Gesetz", so die Senatorin. Wichtig sei dabei, dass die Übergriffe auch angezeigt werden.

Durch den Video-Clip, der in Berliner U-Bahnen gezeigt wird, bekomme die Kampagne eine sehr große Reichweite, erklärte die BVG-Chefin. Täglich seien rund drei Millionen Fahrgäste mit der BVG unterwegs, davon fast die Hälfte mit der U-Bahn, so Nikutta.

Seit November 2016 ist den Angaben zufolge die Verschärfung des Sexualstrafrechts in Kraft. Seitdem ist es strafbar, wenn sich der Täter über den erkennbaren Willen des Opfers hinwegsetzt.

Ergänzt wird die Kampagne durch 80.000 Postkarten mit dem Aufdruck "Nein heißt Nein – Das ist jetzt Gesetz", die überall erhältlich sind. Weitere 80.000 Postkarten waren bereits zu Silvester in Bars, Clubs und Restaurants verteilt worden. Zudem wurde am Donnerstag eine Website nein-heisst-nein-berlin.de gestartet.

epd ost mg cxm