Ethik
Justizsenator ruft Berliner zum Kampf gegen Homophobie auf
Berlin (epd). Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) ruft die Berliner zum Kampf gegen Homo- und Transfeindlichkeit auf. Der Kampf gegen Homophobie sei mit der Öffnung der Ehe noch nicht erledigt, erklärte Behrendt am Mittwoch anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie am 17. Mai. Trotz der gesellschaftlichen und rechtlichen Fortschritte komme es auch in Berlin immer wieder zu Anfeindungen und gewaltsamen Übergriffen.

"Es ist unsere staatliche Pflicht, die Menschen in unserer Stadt vor Diskriminierung und Gewalt zu schützen. Dafür ist eine aktive Zivilgesellschaft unverzichtbar, die sich in Initiativen organisiert oder gemeinsam auf die Straße geht, wie beispielsweise vergangene Woche in Neukölln", sagte Behrendt. Von Diskriminierung und Gewalt betroffene Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intersexuelle (LSBTI) könnten sich in Berlin an spezialisierte Beratungsstellen und auch an die für LSBTI zuständigen Ansprechpersonen bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft wenden und erhielten dort Unterstützung.

Wegen zwei Gewaltvorfällen gegen einen jungen Schwulen und eine Transfrau in Berlin-Neukölln hatten vergangenen Freitag mehr als 1.000 Menschen in der Sonnenallee gegen Homophobie demonstriert.

epd ost mg