Umwelt
Greenpeace protestiert gegen Braunkohletagebau in Brandenburg
Potsdam (epd). Mit einer Protestaktion am brandenburgischen Landtag hat die Umweltschutz-Organisation Greenpeace am Samstag erneut zum Ausstieg aus dem Braunkohletagebau aufgerufen. Die rot-rote Landesregierung zerstöre mit ihrer "Braunkohle-Strategie" das Klima und die Zukunft des Landes, erklärte Greenpeace am Samstag in Potsdam. Die laufenden Planungsverfahren für neue Tagebaue müssten gestoppt und ein klares Bekenntnis zu den bisherigen Klimazielen von 2008 abgelegt werden. Anlass der Proteste war der kommunalpolitische Tag der Landesregierung.

Mit dem Entwurf zur Energiestrategie 2030, der am 10. Januar vorgestellt wurde, sei die Koalition mit dem Versuch gescheitert, ein glaubwürdiges Energie- und Klimaschutzkonzept für Brandenburg vorzulegen, kritisierte Greenpeace. Mit dem Konzept würden die bisherigen CO2-Einsparziele verfehlt. "Auch die neuen Ziele zerplatzen ohne die CCS-Technologie wie eine Luftblase." Der Entwurf für die Energiestrategie müsse deshalb unter Beteiligung von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen grundlegend überarbeitet werden.

Die Energiestrategie 2030 soll in den kommenden Wochen von der Landesregierung beschlossen werden. Das Papier geht davon aus, dass der Kohlendioxidausstoß in Brandenburg von 1990 bis 2030 nur um 72 statt wie zuvor geplant um 75 Prozent verringert werden kann. Umweltschützer, Initiativen und Kirchenvertreter kritisieren, dass nicht alle Datengrundlagen des Konzepts veröffentlicht seien und eine transparente Debatte deshalb erschwert werde.

epd ost yj