Ethik
Friedenskampagne kritisiert Trumps Atomkriegsdrohung gegen Nordkorea
Berlin (epd). Friedensaktivisten haben die Atomkriegs-Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Nordkorea scharf kritisiert. Das "unverantwortlich militaristische Verhalten und die aggressive Atomkriegs-Vorbereitung der stärksten Atommacht USA" hätten die Welt an den Rand eines verheerenden nuklearen Krieges geführt, erklärte der Koordinierungskreis der bundesweiten Kampagne "Stopp Air Base Ramstein" am Donnerstag in Berlin.

"Wir rufen die Bundesregierung auf, öffentlich den USA jede Unterstützung für ihre Kriegsvorbereitung zu verweigern", hieß es weiter. Die US-Regierung müsse aufgefordert werden, "endlich auf fairer und gleichberechtigter Grundlage mit Nordkorea über die Abschaffung der Atomwaffen und Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel zu verhandeln".

Die Bundesregierung müsse sich zudem aktiv in die UN-Verhandlungen zum Atomwaffenverbotsvertrag einbringen, forderte die Initiative. Die US-Regierung müsse es den beiden koreanischen Staaten ermöglichen, gleichberechtigt den seit 1953 bestehenden Waffenstillstand in einen Friedensvertrag zu überführen. Dieser müsse auch langfristig die Perspektive auf deren Wiedervereinigung ohne fremde Einmischung haben.

Vom 3. bis 10. September plant die Initiative zum dritten Mal eine Protestwoche für eine Schließung des US-Militärstützpunkts in Ramstein mit zahlreichen Veranstaltungen an der Airbase und in der Stadt Kaiserslautern. In der Kampagne "Stopp Ramstein" engagieren sich Vertreter von Friedensinitiativen, sozialen Bewegungen, der Wissenschaft sowie der Politik.

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