Zum Programm gehört unter anderem ein Konzert mit dem Pianisten Sequeira Costa, der als "letzter berühmter Enkelschüler Liszts" bei einem der Schüler des Komponisten seinen ersten Unterricht erhielt. Am Dienstag beginnt der viertägige Kongress "Der ganze Liszt" zu Interpretationen seiner Musik. Ein Schwerpunkt der internationalen Tagung sind Liszts religiöse Werke wie "Die Legende der heiligen Elisabeth" und "Christus".
Der Liszt-Geburtstag am Samstag beginnt vor dem Festakt mit einer Ehrung am Denkmal für den Komponisten. Am Nachmittag wird dem Leipziger Dirigenten Kurt Masur der "Franz-Liszt-Ehrenpreis Weimar-Bayreuth" verliehen. Der 200. Geburtstag klingt aus mit einem Festkonzert unter der Leitung von Christian Thielemann. Mitglieder der Staatskapelle Weimar sowie Professoren und Studenten der Franz-Liszt-Hochschule musizieren gemeinsam mit dem Pianisten Konstantin Scherbakov.
Auf dem Programm stehen ferner Konzerte mit Preisträgern von internationalen Liszt-Wettbewerben, an historischen Flügeln im Stadtschloss und an der im Mai eingeweihten "Franz-Liszt-Gedächtnisorgel" in der katholischen Kirche. Der Chor der Kirchenmusikhochschule Bayreuth und der Weimarer Hochschulchor gestalten am Reformationstag (31. Oktober) in der evangelischen Stadtkirche St. Peter und Paul ein "Freundschaftskonzert Weimar-Bayreuth".
Franz Liszt stammte aus Raiding im heutigen Ungarn und galt schon früh als musikalisches Wunderkind. Bei Konzertreisen durch ganz Europa trat er 1841 erstmals in Weimar auf. Ab November 1842 war er dort außerordentlicher Kapellmeister. Von 1848 bis 1858 leitete er die Hofkapelle und das Musiktheater. Als Liszt später zwischen Weimar, Rom und Budapest pendelte, machte er die Thüringer Residenz zum europaweiten Musikzentrum. Liszt starb 1886 in Bayreuth, wo seine Tochter Cosima mit dem Komponisten Richard Wagner die dortigen Opernfestspiele begründete. Internet: www.liszt-2011.de

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