Kirche
Evangelische Kirche wirbt für "Autofasten"
Erfurt (epd). Am Aschermittwoch startet in Thüringen die traditionelle Aktion "Autofasten. Sinn erfahren" der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und des Vereins Bus & Bahn Thüringen. Sie soll dazu anregen, in der Fastenzeit von Aschermittwoch bis Karsamstag, also vom 14. Februar bis zum 31. März, häufiger das Auto stehen zu lassen und stattdessen auf das Fahrrad, den öffentlichen Personennahverkehr sowie Carsharing umzusteigen oder kürzere Strecken auch einfach zu Fuß zu gehen, teilte die EKM am Donnerstag in Erfurt mit.

"Umzusteigen kann ungemein entlastend und erfrischend sein", betonte Christian Fuhrmann, der Gemeindedezernent der EKM. Gerade das Auto werde oft benutzt, ohne darüber nachzudenken, ob dies wirklich nötig sei. Statistisch sei ein Viertel der mit dem Auto zurückgelegten Wege kürzer als drei Kilometer. "Im Bus oder in der Bahn habe ich zudem die Möglichkeit, zu lesen oder einfach mal gar nichts zu tun", betonte der Oberkirchenrat. Die Fastenzeit lade dazu ein, aus dem Alltag auszubrechen und Neues auszuprobieren. Das Autofasten passe da ganz wunderbar dazu.

Mehrere Verkehrsunternehmen und der Verkehrsverbund Mittelthüringen bieten den Angaben zufolge im Rahmen der Aktion in zehn Landkreisen und kreisfreien Städten spezielle "Fastentickets" an. Damit könnten Busse und Bahnen kostengünstig ausprobiert werden, hieß es. Mehr als 60 Partner unterstützen den Angaben zufolge die bereits achte Auflage der Aktion von EKM und Bus & Bahn Thüringen. 2017 seien dabei knapp 3.200 Autofasten-Tickets verkauft worden.

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