Soziales
Diakonie: Obdachlose in öffentlichen Räumen aufwärmen lassen
Radebeul (epd). Angesichts der eisigen Temperaturen ruft die Diakonie Sachsen Betreiber von Bahnhöfen oder Einkaufspassagen dazu auf, Obdachlose nicht vor die Tür zu schicken. Zudem appellierte der evangelische Wohlfahrtsverband am Montag an die Aufmerksamkeit jedes Einzelnen: Wer Wohnungslose in Notsituationen oder bei akuter gesundheitlicher Gefährdung antreffe, müsse die Polizei oder den Rettungsdienst informieren. Diakoniechef Christian Schönfeld ermunterte auch zu Zivilcourage in bestimmten Situationen.

Sogenannte "Vertreibungen" von Obdachlosen aus öffentlichen, warmen Räumen durch private Wachdienste sollten nicht hingenommen werden. Wer dies beobachte, solle es offensiv ansprechen und nach Möglichkeit verhindern. Besondere Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft sei auf dem Land sowie in den Klein- und Mittelstädten notwendig, erklärte Schönfeld. Dort gebe es weniger Hilfsangebote als in den Großstädten.

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