Die rund 350 Exponate illustrieren bis Ende des Jahres elf Leidenschaften, darunter Liebe, Begierde, Zorn, Angst, Scham, Ekel, Trauer. Sie wolle Einblicke in ein "verworrenes Feld" geben, sagte Nichols. "Wenn wir gut leben wollen ist es das Thema", fügte sie hinzu. Auf ihrem Rundgang erleben die Besucher fünf Räume mit jeweils ähnlichen Wohnungen. Es sieht zunächst aufgeräumt aus, dann kehrt zunehmend das Chaos ein bevor das Mobiliar am Ende wieder zurechtgerückt wird.
Die Räume thematisieren die Kulturgeschichte und Entstehung von Emotionen sowie ihren Ausbruch. Zum Ende geht es um die Zähmung von Leidenschaften wie zum Beispiel durch Erziehung und Religion. Für die Ausstellung trug Nichols Exponate von verschiedenen Leihgebern zusammen, darunter von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, vom Deutschen Historischen Museum oder vom Victoria and Albert Museum in London.
Zu sehen sind unter anderem Apparaturen aus den Anfängen der Gefühlsforschung, ein Beichtstuhl, die Tatwaffe eines Affektmordes, ein Video mit einem der berühmten Wutausbrüche des Schauspielers Klaus Kinski oder Plakate von der friedlichen Revolution 1989 als Dokumente des kollektiven Zorns. Daneben sind zahlreiche Künstler mit ihren Werken seit dem 16. Jahrhundert vertreten.
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