Soziales
Brandenburgs Landesstiftung hilft fast 4.200 Familien in Not
Potsdam (epd). Brandenburgs Landesstiftung "Hilfe für Familien in Not" hat seit der Gründung 1992 fast 4.200 Familien mit insgesamt mehr als 3,1 Millionen Euro unterstützt. Im vergangenen Jahr seien rund 61.000 Euro an 107 Familien in Notsituationen gegangen, teilte das Sozialministerium am Montag in Potsdam mit. Bei der Geburt eines Kindes habe die Stiftung in den vergangenen Jahren zudem vielen Frauen mit einer ergänzenden Babyerstausstattung beigestanden.

2017 seien fast 5.000 bedürftige Schwangere aus Brandenburg mit rund 3,5 Millionen Euro aus Mitteln der Bundesstiftung "Mutter und Kind - Schutz des ungeborenen Lebens" unterstützt worden, hieß es weiter. Die Landesstiftung verwaltet die für Brandenburg bestimmten Gelder der Bundesstiftung. 2016 wurden in Brandenburg knapp 21.000 Kinder geboren. Abschließende Daten für 2017 liegen nach Angaben des Statistikamtes Berlin-Brandenburg noch nicht vor. Vorläufigen Angaben zufolge wurden von Januar bis November 2017 in Brandenburg 18.720 Kinder geboren.

Die auf Initiative der damaligen SPD-Sozialministerin Regine Hildebrandt (1941-2001) gegründete Landesstiftung arbeitet den Angaben zufolge eng mit den Schwangeren-, Familien- und Schuldnerberatungsstellen im Land zusammen. Ziel ist, durch Krankheiten, Trennungen, Todesfälle und andere Schicksalsschläge in Notsituationen geratenen Familien unbürokratisch zu helfen. Schirmherr ist Brandenburgs früherer Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD).

Die Gesellschaft wäre "um vieles ärmer und unsozialer", wenn sich nicht Menschen ehrenamtlich für andere einsetzten, betonte Platzeck: "Sie sorgen dafür, dass Projekte Wirklichkeit werden und die Gesellschaft ein menschliches Gesicht bekommt."

Zu den Hilfen für Familien gehören auch kostenlose Restaurantbesuche. Ziel sei, den von Schwierigkeiten betroffenen Familien, einen "schönen, sorgenfreien und vor allem unbeschwerten Abend" zu bereiten, betonte der Potsdamer Gastronom Kai Desinger anlässlich des fünften von seinem Unternehmen ausgerichteten Restaurantabends am Montagabend in Potsdam. Die Aktion wurde den Angaben zufolge auch durch den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, der den Familien eine kostenlose An- und Abreise ermöglicht habe, und einem Kinderprogramm des Vereins "Potsdamer Klinikclowns" unterstützt.

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