Soziales
Bistum Dresden-Meißen verteilt 54.000 Euro an werdende Mütter
Dresden (epd). Das katholische Bistum Dresden-Meißen hat 2011 werdende Mütter in Notlagen mit rund 54.000 Euro unterstützt. Das Geld stamme aus dem 1991 eigens errichteten bischöflichen Hilfsfonds, teilte die Caritas am Donnerstag in Dresden mit. Hilfe erhielten insgesamt 119 Frauen, 61 von ihnen erwarteten ihr erstes Baby. Die Beihilfen seien häufig für Kinderbetten, Babyerstausstattung, teure Sondernahrung, Umzugskosten oder ärztliche Untersuchungen gezahlt worden.

In fast der Hälfte hätten Ausländerinnen den Zuschuss erhalten. "Der bischöfliche Hilfsfonds ist für viele betroffene Frauen manchmal wirklich der letzte Rettungsanker, um wenigstens für die Grundausstattung ihres Kindes zu sorgen", erklärte Andrea Fiedler von der Caritas. Gründe für die Hilfe sind Schicksalsschläge, unvorhergesehene Ereignisse oder Gesetzeslücken, wodurch bestimmte Notlagen nicht abgedeckt sind.

Die Anträge auf eine Zuwendungen werden über die Schwangerenberatung der Caritas gestellt. Anforderungen kämen zumeist aus den Ballungsgebieten um Dresden und Leipzig. "In den Großstädten funktionieren die sozialen Netzwerke nicht so gut, Menschen sind isolierter", erklärte Fiedler. Oft seien Eltern und Verwandte weit weg und der Tausch von Babysachen und anderer Ausstattung schwierig.

epd ost zip phi