Im Januar waren den Angaben zufolge am Angebot der Berliner Kältehilfe 31 Projekte beteiligt, davon 16 Notübernachtungen mit täglicher Öffnung und 15 Nachtcafés mit Öffnung nur an bestimmten Wochentagen. Je nach Werktag wurden damit zwischen 361 und 433 Übernachtungsplätze bereitgestellt und über den Monat verteilt insgesamt 12.010 Übernachtungsmöglichkeiten. Tatsächlich wurden im vergangenen Monat insgesamt 14.927 Übernachtungen gezählt, 482 Übernachtungen pro Tag. „Auch die regulären Wohnheime für Wohnungslose sind bis unters Dach gefüllt und die Menschen werden aktuell sogar von Behörden auf die Kältehilfe verwiesen“, betonte Veltmann.
Die Nachfrage nach Notübernachtungsplätzen sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen: „Es wird für viele Menschen immer schwieriger, eine bezahlbare Wohnung zu finden, weil der Druck auf den Berliner Wohnungsmarkt immens gewachsen ist“, sagte Veltmann. Bezahlbare Ein- oder Zweizimmerwohnungen seien „inzwischen in allen Bezirken Mangelware“.
Die GEBEWO ist neben anderen Wohlfahrtsverbänden und Kirchengemeinden ein Akteur der „Berliner Kältehilfe“, die von der Senatsverwaltung, einigen Berliner Bezirken sowie von zahlreichen Ehrenamtlichen und Spendern unterstützt wird. Die GEBEWO arbeitet seit 1994 in den Bereichen Wohnungsnotfall- und Suchtkrankenhilfe und ist unter anderem Trägerin von Wohnheimen, Beratungsstellen und Notübernachtungen sowie der Koordinierungsstelle Kältehilfetelefon/Datenbank.
epd ost phi mg

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