Kirche
Rund 20.000 junge Menschen aus allen Ländern Europas sind am Mittwoch zum Taizé-Jugendtreffen in Berlin angereist.
© epd-bild / Rolf Zöllner
Berlin erwartet Teilnehmer des Taizé-Jugendtreffens
Präses Göring-Eckardt freut sich auf "Energieschub für die Seele"
Berlin (epd). Politiker und Kirchenvertreter erwarten von dem am Mittwoch beginnenden Europäischen Taizé-Jugendtreffen in Berlin ein Signal der Gemeinschaft und des Aufbruchs. Die Präses der EKD-Synode, Katrin Göring-Eckardt, nannte das Treffen am Dienstag ein "wunderbares Zeichen der Hoffnung und Zuversicht". Ähnlich äußerte sich der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hieß alle am Mittwoch in der Bundeshauptstadt erwarteten Teilnehmer herzlich willkommen.

Am Montag waren die Vorbereitungen für das Jugendtreffen mit der Ankunft von rund 1.500 freiwilligen Helfern aus allen Ländern Europas in die heiße Phase eingetreten. Am Mittwoch werden rund 20.000 in- und ausländische Dauergäste in der Bundeshauptstadt erwartet. Zusammen mit den Berliner Teilnehmern gehen die Organisatoren von bis zu 30.000 Dauergästen aus. Auf dem Programm stehen gemeinsame Gebete sowie Begegnungen mit Politikern und Vertretern verschiedener Religionen. Das Jugendtreffen dauert bis zum Neujahrstag.

Die Präses der EKD-Synode und Bundestagsvizepräsidentin Göring-Eckardt zeigte sich am Dienstag überzeugt davon, dass in den kommenden Tagen von Berlin ein "Energieschub für die Seele" ausgehen werde. Nicht Krisen, Skandale und Katastrophen würden das Miteinander der Jugendlichen und ihr Nachdenken über die Welt prägen, sondern Vertrauen auf Gott und die Gemeinschaft im Gebet und im Feiern des Glaubens. "Wie schon beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden gilt auch hier: Gemeinsam sind wir stark. Wir können die Welt verändern - gemeinsam und jeder und jede einzelne", sagte Göring-Eckardt.

Der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider, bezeichnete das alljährlich in einer anderen europäischen Stadt stattfindende Jugendtreffen der Gemeinschaft von Taizé als "eine großartige Tradition". "Den Jahreswechsel zu gestalten mit gemeinsamem Gebet und im Nachdenken über Gott und unsere Welt, das ist eine überzeugende Form." Er freue sich auf die Gemeinschaft, erklärte Schneider in Hannover.

Er würdigte zudem den Einsatz der zahlreichen Berliner Kirchengemeinden, die sich als gute Gastgeber zeigten. "Wieder einmal ist die Welt zu Gast bei Freunden in Berlin", so Schneider. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit hieß die Teilnehmer des Treffens herzlich willkommen. "Berlin freut sich sehr darauf, Gastgeber für das Treffen zu sein", sagte der SPD-Politiker. Er wünsche allen Gästen der Stadt erlebnisreiche und besinnungsvolle Stunden und interessante Begegnungen, fügte der Regierende Bürgermeister hinzu.

epd ost bue mg