Umwelt
Bündnis: Braunkohleplan zu Tagebau Nochten II muss aufgehoben werden
Rohne/Leipzig (epd). Umweltschützer fordern eine rasche politische Umsetzung der Beschlüsse zum sächsischen Braunkohletagebau Nochten II. Nachdem die Betreibergesellschaft Lausitz Energie AG (Leag) auf die Umsiedlung der Dörfer Rohne und Mulkwitz verzichtet habe, müsse der Braunkohleplan zum Tagebau umgehend aufgehoben werden, erklärte das Bündnis "Strukturwandel jetzt - kein Nochten II" am Montag in Rohne.

Der noch geltende Plan erkläre die beiden Dörfer zum Vorranggebiet für den Tagebau, sagte Bündnismitglied Adrian Rinnert. "Wir sind deshalb verwundert, dass der Regionale Planungsverband offensichtlich noch auf Unterlagen vom Bergbauunternehmen wartet." Die Leag hatte Ende März ihr neues Revierkonzept für die Lausitz bekanntgegeben. Darin ist unter anderem festgeschrieben, dass nur noch ein Teil des Tagebaus Nochten II abgebaut werden soll.

Das Bündnis kritisierte, dass auch mit dem neuen Konzept "drastische und nicht hinnehmbare Folgen des Tagebaus" bestehen blieben. Zum Schutz vor Lärm und Staub aus dem Tagebau Nochten I müsse ein größerer Abstand der Grube zum Dorf geprüft werden, forderte das Bündnis. "Zum Beispiel fragen Bürger von Rohne, ob der Tagebau wirklich 150 Meter an ihren Kindergarten heranbaggern muss." Werde hier nicht vorgesorgt, werde der Kindergarten trotz der Rettung des Dorfes umziehen müssen.

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