Kirche
Ökumene-Zentrum der Nordkirche gegründet
Hamburg (epd). Noch bevor die Nordkirche am Pfingstsonntag offiziell aus der Taufe gehoben wird, hat sich das Ökumene-Zentrum der Nordkirche gegründet. Das neue kirchliche Werk mit dem Titel "Zentrum für Mission und Ökumene - Nordkirche weltweit " pflegt die internationalen Kirchenkontakte und den interreligiösen Dialog mit Juden und Muslimen vor Ort. "Wir sind das Außenministerium der Nordkirche", sagt Ökumene-Direktor Klaus Schäfer am Mittwoch. Außerdem ist es verantwortlich für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in der künftigen Nordkirche. Aufgaben, Personal und Räume wurden weitgehend vom Nordelbischen Missionszentrum übernommen. Sitz des Ökumene-Zentrums ist Hamburg.

Besonders enge Beziehungen hat die Nordelbische Kirche bislang nach Tansania gepflegt. Dies soll in der Nordkirche fortgeführt werden. Rund 120 Gemeinden haben persönliche Freundschaften zu den ostafrikanischen Gemeinden in Tansania und seinen Nachbarn Kongo und Kenia geknüpft. Zum Programm zählen gegenseitige Besuche, gemeinsame Andachten und praktische Aufbauhilfe.

Noch aus den Anfängen der Breklumer Mission in Nordfriesland stammen langjährige Beziehungen zur Jeypore-Kirche im östlichen Indien. Später kamen dann Beziehungen zur lutherischen Kirche des pazifischen Insel-Staats Papua-Neuguinea hinzu. Sie sind heute sehr intensiv, derzeit arbeiten dort zwei Pastoren und zahlreiche kirchliche Mitarbeiter aus Nordelbien.

Die nordelbische Kirche hat darüber hinaus Partnerschaften mit den lutherischen Kirchen in Brasilien und El Salvador, der Anglikanischen Kirche in England, der lutherischen Kirche in Palästina, Israel und Jordanien, den baltischen Kirchen und Christen in China. Die Pommersche Kirche pflegt enge Kontakte zu den evangelischen Kirchen in Polen, Schweden und der US-amerikanischen UCC-Kirche, Mecklenburg zu den evangelischen Kirchen in Kasachstan, Rumänien und zur lutherischen Kirche in den USA.

Das neue Ökumene-Zentrum wird durch die Kirchenfusion zusätzliche Stellen bekommen, um die entwicklungspolitische und interkulturelle Bildungsarbeit weiter auszubauen. Weitere Aufgaben sind die Vermittlung von Stipendien für junge Menschen in Entwicklungsländern. Derzeit vermittelt das Zentrum 30 Plätze. Die Jugendlichen können zwischen drei Monaten und einem Jahr in Projekten mitarbeiten.

epd ost lnh phi