Umwelt
Schollen sind zu mager
Hamburg (epd). Die Schollen in der Nordsee sind nach Angaben des Deutschen Fischereiverbandes zu mager. Dreijährige Schollen hätten 2003 im Durchschnitt noch über 200 Gramm gewogen, jetzt seien es nur noch gut 100 Gramm, erklärte der Fischereiverband in Hamburg. Die Fünfjährigen würden mit rund 270 Gramm 20 Prozent weniger wiegen. Ursache sei offenbar, dass die Bestände so groß geworden seien, dass die Nahrung nicht mehr ausreiche. Es müssten daher mehr Schollen gefischt werden. Weitere Ursache könne sein, dass Nährstoffe wie Phosphor und Stickstoff zurückgegangen sind.

Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) schätzt den Bestand erwachsener Schollen nach Angaben des Fischereiverbandes auf 935.000 Tonnen. Trotzdem habe der ICES für 2018 eine Absenkung der Fangmenge um 36 Prozent empfohlen. Bei der Fischerei stoße dieser Vorschlag auf Unverständnis. Eine solche "Unterfischung" führe dazu, dass die Bestände nicht nachhaltig bewirtschaftet werden.