Soziales
Kirchen und Diakonie gratulieren Bürgermeister
Hamburg (epd). Bischöfin Kirsten Fehrs war unter den Ersten, die Peter Tschentscher (SPD) nach seiner Wahl zum Ersten Bürgermeister der Hansestadt Hamburg am 28. März persönlich gratulierten. Hamburg sei eine besondere Stadt, die von einem starken Wir-Gefühl, aber auch von großen sozialen Gegensätzen geprägt ist. "In einer guten Zusammenarbeit leisten Kirche und Stadt in vielen Stadtteilen eine wichtige Arbeit für das Gemeinwesen", sagte die Bischöfin des Sprengels Hamburg und Lübeck. Sie verfolgte die Wahl von der Besuchertribüne im Plenarsaal des Hamburger Rathauses aus und sprach Tschentscher sowie den Senatoren anschließend persönlich Glück- und Segenswünsche aus.

Auch der katholische Hamburger Erzbischof Stefan Heße gratulierte Tschentscher (SPD) nach seiner Wahl. Sieben Jahre lang habe Tschentscher bereits als Finanzsenator dazu beigetragen, dass auf der Basis solider öffentlicher Finanzen "politische Gestaltungsräume" entstehen konnten, sagte Heße. So habe Hamburg auch die große Zahl an Flüchtlingen bewältigen können, ohne bei anderen sozialen Leistungen Abstriche machen zu müssen.

Diakonie-Chef Dirk Ahrens gratulierte Tschentscher zur Wahl und begrüßte vor allem, dass der neue Bürgermeister der Bekämpfung der Wohnungsnot so hohe Priorität einräume. Sie sei eine "zentrale Ursache für die zunehmende Spaltung der Stadt", sagte Ahrens. Aus Sicht der Diakonie besteht gerade bei der Wohnraumversorgung für arme und benachteiligte Menschen "enormer Handlungsbedarf".

Tschentscher (52) war am frühen Nachmittag von der Hamburgischen Bürgerschaft zum Nachfolger von Olaf Scholz (SPD) gewählt worden, der als Finanzminister und Vizekanzler der GroKo nach Berlin gewechselt war. Tschentscher erhielt in geheimer Wahl 71 von insgesamt 121 Stimmen. SPD (59) und Grüne (14) verfügen in dem Hamburgischen Feierabendparlament über eine Mehrheit von 73 Stimmen.