Kirche
Kirchen gratulieren Ministerpräsident Daniel Günther
Kiel (epd). Die beiden großen Kirchen haben dem CDU-Politiker Daniel Günther (43) zu seiner Wahl zum Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein gratuliert. "Wir wünschen Ihnen Gottes reichen Segen für dieses herausragende Amt und Freude und Erfolg dabei, Ihre Begabungen für die Menschen in unserem Land einzusetzen", heißt es in einem Schreiben der evangelischen Nordkirche. Es ist von Landesbischof Gerhard Ulrich, Bischof Gothart Magaard (Schleswig) und Bischöfin Kirsten Fehrs (Hamburg) unterzeichnet.

Erzbischof Stefan Heße vom katholischen Erzbistum Hamburg wies daraufhin, dass Günther Katholik ist. "Sie sind einer von knapp 180.000 Katholiken in Schleswig-Holstein und kennen die Diasporasituation unserer Kirche sehr gut. Genau wie ich wissen Sie aber auch um die Chancen und das große Potenzial", schreibt der Erzbischof in einem Glückwunschbrief. Auch Heße wünscht Günther Gottes Segen für sein neues Amt.

Die evangelischen Bischöfe betonten in ihrem Gratulationsschreiben, dass sich die Nordkirche in der jüngeren Vergangenheit mit Günther "verbunden gewusst hat in dem Bemühen, die Bedeutung von christlichen Werten für unsere Gesellschaft auch im politischen Raum sichtbar zu machen". Günther gehörte wie auch sein Amtsvorgänger Torsten Albig (SPD) zu den Befürwortern eines Gottesbezugs in der Landesverfassung. Bei der Abstimmung im Juli 2016 scheiterte das Vorhaben an nur einer Stimme im Landtag.

Günther wurde am 28. Juni im Kieler Landtag zum Ministerpräsidenten gewählt. Er erhielt im ersten Wahlgang 42 von 73 Stimmen. Die Koalitionspartner CDU, Grüne und FDP haben gemeinsam 44 Mandate. Günther bekam also zwei Stimmen weniger als die "Jamaika"-Koalition Sitze im Landtag hat. Die Wahl im Parlament an der Kieler Förde verfolgten auch Günthers Frau, sein Vater und seine beiden Brüder im Landtag. Auch Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) war anwesend.