Umwelt
Keine Gefahr durch Schlammgruben
Kiel (epd). Die meisten Öl- und Bohrschlammgruben in Schleswig-Holstein sind für die Umwelt ungefährlich. Das habe eine Untersuchung von Gruben aus der Zeit der früheren Erdölsuche ergeben, sagte Umweltstaatssekretärin Anke Erdmann (Grüne) in Kiel. "Wir haben damit unser Ziel erreicht, ein möglichst vollständiges Bild über dieses Kapitel der Industriegeschichte zu bekommen." Das Kieler Umweltministerium hatte die Untersuchung in Auftrag gegeben.

Die unteren Bodenschutzbehörden und ein Gutachterbüro untersuchten insgesamt 126 Flächen, bei denen es Hinweise auf die Ablagerung von Öl- und Bohrschlämmen gab. Die Experten werteten vorhandene Quellen aus und sichteten Unterlagen bei den betroffenen Kreisen, Gemeinden und Erdölunternehmen. Einbezogen wurden auch Informationen des Bergamtes, Luftbilder und Karten. Zudem wurde die Flächen besichtigt und Zeitzeugen befragt.

Bei einem Sechstel der untersuchten Flächen stellten die Gutachter gar keine Öl- oder Schlammrückstände fest, 78 Flächen gelten als unproblematisch. Zum Teil sei der Bohrschlamm nach Ende des Betriebs gleich entfernt worden, an einigen Standorten sei auch schon eine fachgerechte Sanierung erfolgt oder die Standorte würden laufend überwacht, hieß es.

25 der 126 Flächen müssen allerdings weiter untersucht werden. Hier müsse noch endgültig geklärt werden, "ob von den Ablagerungen eine Gefahr für die Umwelt ausgeht und Sanierungsbedarf besteht", sagte Erdmann. An 13 Standorten seien die Untersuchungen aktuell bereits angelaufen. Für diese Untersuchungen sind die Kreise als untere Bodenschutzbehörden zuständig.