Soziales
Diakonie warnt vor Schuldenfalle im Rentenalter
Neumünster (epd). Die Schuldnerberatung der Diakonie Altholstein hat vor einer Schuldenfalle wegen geringer Renten gewarnt. Viele Senioren unterschätzten die finanziellen Einschnitte, die der Rentenbeginn mit sich bringt, teilte die Altholsteiner Diakonie in Neumünster mit. Die Schuldnerberatung wolle jetzt mit spezieller Budgetberatung und Tipps zu zustehenden Leistungen einem Abrutschen in Schulden vorbeugen. Bisher würden selbst verschuldete Rentner die Beratung scheuen. Einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge steigt in den nächsten 20 Jahren das Armutsrisiko für Rentner deutlich.

Das Team werde jetzt gezielt auf ältere Menschen zugehen, die ihre Rente planen oder bereits mit einem geringeren Budget zurechtkommen müssen, sagte Beraterin Janine Trepel. "Diese Generation hat noch gelernt zu sparen." Die Beraterinnen unterstützen die Budgetplanung mit dem erwarteten Renteneinkommen, beraten über Leistungen wie Wohngeld, Grundsicherung oder Vergünstigungen für Senioren wie bei Rundfunkgebühren. Sie könnten dabei auch die oft geäußerte Angst nehmen, dass die Kinder herangezogen würden, sobald eine Sozialleistung beantragt wird.